Zimt ist nicht gleich Zimt: Cassia vs. Ceylon
Zimt ist nicht nur lecker, sondern auch ein echtes Superfood! Er kann / hat:
Ceylon-Zimt stammt überwiegend aus Sri Lanka und wird meist in hochwertiger, oft biologischer Qualität angebaut, während Cassia-Zimt vor allem aus China, Indonesien und Vietnam kommt und häufiger konventionell produziert wird.
Zimt enthält bioaktive Verbindungen (u. a. Polyphenole), die in Studien verschiedene gesundheitliche Effekte gezeigt haben. Potenzielle, wissenschaftlich untersuchte Effekte
- Positive Beeinflussung des Blutzuckers durch verbesserte Insulinsensitivität, verzögerte Magenentleerung und Hemmung bestimmter Verdauungsenzyme
- Antioxidative Eigenschaften
- Mögliche entzündungsmodulierende Effekte
- Förderung der Verdauung (traditionelle Anwendung, begrenzte Evidenz).
- Cholesterinsenkend (LDL) und kann Triglyzeride leicht reduzieren.
Diese Effekte sind interessant, die Studienlage ist jedoch heterogen und teilweise dosisabhängig.
Zimt ersetzt keine medizinische Therapie, kann aber im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung ein sinnvoller Bestandteil sein.
Cassia vs. Ceylon, der wichtige Unterschied:
- Cassia-Zimt enthält deutlich mehr Cumarin, ein Stoff, der in hohen Mengen die Leber belasten kann.
- Ceylon-Zimt („echter Zimt“) enthält viel weniger Cumarin und gilt deshalb für den regelmässigen Konsum als die bessere Wahl.
Aber Achtung! Cassia-Zimt enthält viel Cumarin, was in hohen Mengen der Leber schaden kann. Besser für regelmässige Anwendung: Ceylon-Zimt!
Die folgenden Mengen orientieren sich an typischen Cumarin-Grenzwerten und gelten für gesunde Erwachsene:
- Max. 1/2 TL Cassia-Zimt pro Tag (zB McCormick-Zimt)
- Max. 1 TL Ceylon-Zimt pro Tag (zB Eigenmarken Coop und Migros)
⚠Für Kinder, Schwangere oder Menschen mit Lebererkrankungen gelten strengere Grenzen im Zweifel mit dem Hausarzt besprechen.
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