Dunkles Brot = Vollkornbrot?
Dunkel, schwer und mit ein paar Körnern verziert, das muss doch gesundes Vollkornbrot sein, oder?
Leider nicht unbedingt.
Beim Brotkauf verlassen wir uns oft auf die Optik. Doch die dunkle Farbe eines Brotes sagt erstaunlich wenig über seinen Vollkornanteil aus.
Der medizinische Realitätscheck Viele Brote bestehen überwiegend aus raffiniertem Weizenmehl (z. B. Typ 405 oder 550). Für das typische dunkle Aussehen werden (auch beim Bollkornbrot!) häufig Zutaten wie
- Gerstenmalzextrakt
- Zuckerrübensirup
- Karamellsirup
verwendet.
Sie sorgen für Farbe und Aroma, verändern den Nährwert jedoch kaum.
Das Ergebnis: Ein Brot, das wie Vollkorn aussieht, sich für den Stoffwechsel aber häufig eher wie Weissbrot verhält.
Der 3-Sekunden-Check beim Brotkauf
1. Zutatenliste lesen Vollkornmehl oder Vollkornschrot sollte möglichst an erster Stelle der Zutatenliste stehen. Auf Zusätze wie Zusätzen wie Gerstenmalzextrakt, Malzsirup oder Karamellsirup achten.
2. Nicht vom Namen täuschen lassen Bezeichnungen wie Mehrkornbrot, Kraftkornbrot, Fitnessbrot oder Klosterbrot sind rechtlich nicht geschützt und sagen nichts über den tatsächlichen Vollkornanteil aus.
3. Beim Bäcker nachfragen Ein guter Bäcker kann dir Auskunft über den tatsächlichen Vollkornanteil geben.
Medizinisches Fazit:
- Echtes Vollkorn ist die bessere Wahl.
- Auf eine kurze Zustatenliste achten.
- Prävention beginnt oft mit kleinen Entscheidungen im Alltag und manchmal schon beim Griff ins Brotregal.
#Prävention #Vollkorn #GesundeErnährung #Darmgesundheit #Blutzucker #Stoffwechsel #LifestyleMedizin #Longevity #drbergervegan