Vitamin C: Fakten statt Mythos

Seit Jahrzehnten wird Vitamin C als „Wundervitamin“ gefeiert. Aber was sagt die Wissenschaft? 

Die Fakten auf einen Blick:

  • Mangel ist selten: Typische Symptome wären trockene, schuppige Haut, Müdigkeit, geschwächtes Immunsystem oder im Extremfall Skorbut.
  • Tagesbedarf: 95 mg (Frauen) / 110 mg (Männer). Schon eine halbe Paprika oder eine Handvoll Brokkoli reichen völlig aus. 
  • Mehrbedarf haben Raucher:innen, Schwangere, Stillende, Menschen in der Wundheilung, mit Knochenbrüchen, chronischen Erkrankungen oder bei starkem Stress.
  • Empfindlich: Vitamin C zerfällt leicht durch Hitze und Luft. Beim Kochen gehen bis zu 70 % verloren, daher am besten roh geniessen oder schonend garen (dämpfen, kurz blanchieren).
  • Frische zählt: Direkt nach der Ernte ist der Vitamin-C-Gehalt am höchsten, danach sinkt er stetig.
  • Keine Wunderwirkung: Bei Erkältung, Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen bringt Vitamin C nur dann etwas, wenn wirklich ein Mangel vorliegt.

Ernährung schlägt Pillen:

  • Hohe Vitamin-C-Aufnahme über Obst & Gemüse senkt nachweislich das Risiko für Lymphome, Schlaganfälle und Lungenerkrankungen.
  • Supplemente zeigen diesen Effekt nicht. Antioxidantien in Pillenform helfen nicht, Krankheiten vorzubeugen.
  • Besonders ungünstig: Vitamin-C-Kautabletten, ihre Säure schädigt den Zahnschmelz.

Fazit:

  • Vitamin C ist lebenswichtig, aber der Nutzen steckt im Apfel, im Brokkoli oder in der Johannisbeere und nicht in der Tablette. 
  • Echte Prävention entsteht durch eine bunte, pflanzenbasierte Ernährung und nicht durch Pillen.

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