Immer mehr Patient:innen berichten mir, dass sie Magnesium transdermal anwenden in Form von Magnesium-„Öl“ oder -Bädern.
Das mag angenehm wirken, v.a. bei Muskelverspannungen oder zur Entspannung.
Doch kommt Magnesium wirklich durch die Haut?
Die intakte Haut ist eine sehr effektive Barriere insbesondere gegen hydrophile, geladene Teilchen wie Magnesiumionen (Mg²⁺).
Magnesium-„Öl“ ist kein Öl im herkömmlichen Sinne. Der Name leitet sich von der öligen, schmierigen Konsistenz der Flüssigkeit ab. Es handelt sich vielmehr um eine hochkonzentrierte wässrige Lösung aus Magnesiumchlorid. Die Hauptbestandteile sind in der Regel Wasser und Magnesiumchlorid. Es handelt sich somit um eine Wasser-Salz-Lösung ohne Fett.
Die derzeitige Studienlage zeigt keinen belastbaren Nachweis, dass Magnesium in relevanter Menge durch die intakte Haut ins Blut aufgenommen und systemisch verwertet wird. Auch medizinische Fachgesellschaften (z. B. DGE, NIH, EFSA) stufen transdermales Magnesium daher als nicht evidenzbasiert ein.
Fazit aus klinischer Sicht:
- Magnesium-„Öl“ mag lokal wohltuend wirken etwa bei Muskelkater oder Wadenkrämpfen
- es ist aber kein Ersatz für eine systemisch wirksame Supplementation bei tatsächlichem Mangel.
- Wer seinen Status gezielt optimieren möchte, sollte auf oral bioverfügbare Formen setzen: z. B. Citrat, Glycinat, Threonat
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