Kreatin bei pflanzenbasierter Ernährung: sinnvoll oder überbewertet?
Immer mehr Menschen trainieren vegan oder vegetarisch und stossen früher oder später auf dieselben Frage: Reicht die körpereigene Kreatinproduktion aus?
Kreatin: der Energiespeicher unserer Zellen
Kreatin ist nicht essenziell, weil der Körper es selbst aus drei Aminosäuren herstellen kann:
- Arginin
- Glycin
- Methionin
Diese Synthese läuft v. a. in Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse.
Wer also genug dieser Aminosäuren über Hülsenfrüchte, Soja, Nüsse, Vollkorn & Samen zuführt, kann auch als Veganer*in Kreatin bilden.
Aber Achtung:
Studien zeigen, dass Veganer*innen im Schnitt 10–30 % weniger Muskelkreatin speichern als Mischköstler weil pflanzliche Lebensmittel kein Kreatin enthalten. Das kann sich auswirken auf:
- Kraft- und Schnellkraftleistung
- Ermüdungsresistenz bei intensiver Muskelarbeit
- Kognitive Leistungsfähigkeit
Lösung:
Eine moderate Supplementation (3–5 g/Tag Kreatin-Monohydrat, z. B. Creapure®) kann die Speicher sicher und effektiv auffüllen, das ist gut untersucht.
Timing Einnahme:
- Trainingstage: 2h vor oder nach dem Training, mit einer Mahlzeit/Shake (nicht nüchtern).
- Trainingsfreie Tage: egal, mit einer Mahlzeit/Shake (nicht nüchtern).
Fun fact:
Kreatin spielt auch im Gehirn eine Rolle. Studierende, Nachtschichtarbeitende oder Menschen mit mentaler Dauerbelastung profitieren messbar von einer verbesserten Energieverfügbarkeit.
Fazit:
- Veganer*innen können Kreatin selbst bilden, aber etwas weniger effizient.
- Eine kleine Dosis Kreatin-Monohydrat (3–5 g/Tag, Creapure®-Qualität) ist sicher & evidenzbasiert.
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