Viele denken: Wer kein Fleisch isst und auf Alkohol verzichtet, ist vor Hyperurikämie und Gicht sicher.
Doch das stimmt nicht ganz.
Auch bei pflanzenbasierter Ernährung können erhöhte Harnsäurewerte und Gichtanfälle auftreten. Ein oft unterschätzter Risikofaktor ist Fruktose, vor allem aus Softdrinks, Fruchtsäften und Fertigprodukten. Fruktose steigert die Harnsäureproduktion, hemmt deren Ausscheidung und erhöht das Risiko für Hyperurikämie deutlich.
Besonders spannend:
- Veganer weisen tendenziell höhere Harnsäurewerte auf als Vegetarier oder Fleischesser. Vermutlich durch den Wegfall von Milchprodukten (die das Risiko senken).
- „Ungesunde“ pflanzliche Ernährungsstile (viel Zucker, Fruchtsaft, Fertigprodukte) erhöhen das Gichtrisiko.
- „Gesunde“ pflanzliche Ernährungsweisen (Vollkorn, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse) sind dagegen protektiv.
Worauf achten?
- Fruktosearme Ernährung: Softdrinks, Fruchtsäfte & Fertigprodukte reduzieren.
- Purinarm, aber ausgewogen: Hülsenfrüchte sind in Massen und im Kontext einer gesunden Ernährung erlaubt.
- Calcium & Milchprodukte: Senken das Risiko. Bei veganer Ernährung gezielt Alternativen einbauen.
- Lebensstil: Normalgewicht anstreben, ausreichend trinken, wenig bis keinen Alkohol trinken, auf verarbeitete Produkte verzichten.
Fazit:
- Veganer:innen weisen oft höhere Harnsäurewerte auf.
- Pflanzenbasierte Ernärung heisst aber nicht automatisch erhöhtes Gichtrisiko. Entscheidend ist wie gegessen wird.
- Mit einem ausgewogenen, fruktosearmen und calciumreichen Ansatz bleibt das Gichtrisiko gering und auch Herz & Gefässe profitieren.
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