Wie nehme ich ausreichend Iod zu mir?

Iod ist ein essenzieller Mikronährstoff: unverzichtbar für die Schilddrüse, den Hormonhaushalt und die geistige Entwicklung. Doch wie versorgen wir uns optimal damit und worauf sollten wir aufpassen? 

Aufnahme & Empfehlungen

  • Die empfohlene tägliche Iodzufuhr liegt bei etwa 150 -200  µg für Erwachsene (nicht schwanger, nicht stillend).   

Natürliche Quellen

  • Milchprodukte liefern in vielen Regionen zwischen einem Viertel und der Hälfte des täglichen Bedarfs. Der Iodgehalt hängt jedoch stark davon ab, wieviel Iod dem Tierfutter beigesetzt wird.
  • Die Ackerböden in unserer Region sind Iod-arm, daher enthalten pflanzliche Lebensmittel kaum Iod.
  • Verarbeitete Lebensmittel und Grossbäckereien nutzen oft nicht-jodiertes Salz. Wer also auf Fertigprodukte und billige Backwaren zurückgreift, erhält dadurch kaum Iod.  
  • Pflanzenbasierte Milchalternativen sind oft nicht angereichert mit Iod.
  • Algen sind eine ergiebige Quelle. Bereits 2 Blätter Nori als Snack, 1 Teelöffel Dulse-Flocken über Mahlzeiten streuen oder 1 Teelöffel getrocknetes Arame in Suppen decken den Tagesbedarf. 

Mögliche Risiken & Vorsicht

  • Überdosierung wie zB durch stark iodreiche Algensorten (z. B. Kelp) oder zu hoch dosierte Supplemente kann zur Hyperthyreose führen: typisch sind Symptome wie erhöhter Puls, Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust und Angst.

Fazit & Tipps:

  • Algen gelegentlich in die Ernährung einbauen, aber in Massen.
  • Bei rein pflanzlicher Ernährungsweise bewusst auf iodierte Produkte oder Nahrungsergänzung (nach Rücksprache mit Ärzt:in) achten.
  • Iodiertes Salz ist zwar eine Quelle, aber zu viel Salz ist ungesund. Daher nur in kleinen Mengen nutzen (max. 5g Salz pro Tag).

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